Schlagversuche

Schlagprüfungen werden zur Bestimmung des Materialverhaltens bei höheren Verformungsgeschwindigkeiten eingesetzt.

Gemessen wird der Widerstand eines Werkstoffs gegen das Eindringen eines härteren Körpers.

 

 

Durchstoßversuch

Der instrumentierte Versuch nach dieser Norm beschreibt ein Prüfverfahren zur Bestimmung des Durchstoßverhaltens von festen Kunststoffen.

Dabei trifft ein Stoßkörper mit konstanter Geschwindigkeit im rechten Winkel auf den Probekörper und durchstößt ihn. Die Prüfung ist in einem Temperaturbereich von -40°C bis +80°C möglich.

 

Visuelle Kontrolle der Kunststoffprobe nach dem Durchstoßversuch Visuelle Kontrolle der Kunststoffprobe nach dem Durchstoßversuch

Ergebnisse der Prüfmethode
  • Kraft- und Durchbiegungskennwerte z. B.:
    - Höchstkraft FM [N]
    - Verformung bei Höchstkraft IM [mm]
    - Energie bis Höchstkraft EM [J]
    - Durchstoßverformung lP [mm]
    - Durchstoßenergie EP [J]
  • Ein Spannungs-Dehnungs-Diagramm
Durchstoßautomat bei UL Durchstoßautomat bei UL
Kunststoffprobe nach dem VersuchKunststoffprobe nach dem Versuch

 

 

 

Schlagbiegeversuch nach Izod

Der Schlagbiegeversuch nach Izod ist eine einfache und schnelle Prüfung zur vergleichenden Materialbeurteilung.

Dieses Verfahren wird unter anderem angewandt, um die Auswirkung von geänderten Rezeptur-, Compoundier- oder Spritzgießbedingungen auf den Probekörper zu untersuchen. Durch Variation von Temperatur und Kerbform lassen sich verschiedene Einflüsse simulieren.

Der Einsatz gekerbter Probekörper ist notwendig, um bei duktilen Werkstoffen einen Bruch zu erzeugen. Die Prüfung ist in einem Temperaturbereich von –60°C bis +80°C möglich.

Ergebnisse der Prüfmethode
  • Schlagzähigkeit aiU [KJ/m²]
  • Kerbschlagzähigkeit aiN [KJ/m²]
  • inkl. der Bruchbeurteilung bei entsprechender Temperatur und ggf. einem Zäh-Spröd-Übergang
Verfahrenslegende

am Beispiel ISO 180/4 A R

Probekörpertyp
Flachstab mit Abmessungen l x b x h

TypLänge lBreite bDicke h
1 80 10 4
2 63,5 12,7 12,7
3 63,5 12,7 6,4
4 63,5 12,7 3,2

Alle Abmessungen in mm.

Kerbart
U ungekerbt
A Kerbe mit 0,25 mm Radius
B Kerbe mit 1,00 mm Radius

Schlagrichtung
R Kerbe auf hammerabgewandter Seite

 

 

 

Schlag- und Kerbschlagbiegeversuch nach Charpy

Der Schlagbiegeversuch nach Charpy ist eine schnelle und einfache Prüfung für eine vergleichende Materialbeurteilung.

Dieses Verfahren wird unter anderem angewandt, um die Auswirkung von geänderten Rezeptur-, Compoundier- oder Spritzgießbedingungen auf den Probekörper zu untersuchen.

Bei der Charpy-Prüfung werden die Prüfkörper in einer Anordnung ähnlich dem 3-Punkt-Biegeversuch beansprucht. Wenn die Proben spröde genug sind, werden sie zerbrochen. Der Einsatz gekerbter Probekörper ist notwendig, um bei duktilen Werkstoffen einen Bruch zu erzeugen. Die Prüfung ist in einem Temperaturbereich von –60°C bis +80°C möglich.

 

Ergebnisse der Prüfmethode:
  • Schlagzähigkeit aiU [KJ/m²]
  • Kerbschlagzähigkeit aiN [KJ/m²]
  • inkl. der Bruchbeurteilung bei entsprechender Temperatur und ggf. einem Zäh-Spröd-Übergang
Verfahrenslegende

am Beispiel ISO 179/1 e A

ProbekörpertypSchlagrichtungKerbtiefe
1 Flachstab mit den Abmessungen l x b x h e edgewise (schmalseitig)
f flatwise (breitseitig)
U ungekerbt
A Kerbe mit 0,25 mm Radius
B Kerbe mit 1,00 mm Radius
C Kerbe mit 0,10 mm Radius

 

ProbekörpertypLänge lBreite bDicke d
1 80 10 4
2 25 x h 10 oder 15 3
3 11 x h oder 13 x h 10 oder 15 3

Alle Abmessungen in mm.

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