Hochspannungskriechstromfestigkeit (IPT)

Anhand dieses Verfahrens wird beurteilt, wie stark Isolierstoffe, die bei höheren Spannungen im Freien eingesetzt werden, zur Kriechwegbildung neigen.

Beim Einsatz im Freien sind Isolatoren häufig hoher Feuchtigkeit ausgesetzt. Dabei kann sich die elektrische Isolationsfähigkeit so weit reduzieren, dass ein Kriechweg an der Oberfläche des Isolators entsteht. In diesem Versuch wird die Kriechstromfestigkeit ermittelt, welche die Isolationsfestigkeit der Oberfläche des Isolierstoffes kennzeichnet, und der maximal zulässige Kriechstrom definiert.

 Hochspannungskriechstromfestigkeit

 

Probekörper i. d. R. 120 mm x 50 mm x 6 mm
Prüfspannung zwischen 1,0 kV und 7,0 kV (in 250 V Schritten)
Prüflösung 0,075 ml/min bei 1,5 kV
0,15 ml/min bei 2,5 kV
0,30 ml/min bei 3,5 kV
0,60 ml/min bei 4,5 kV
Ausfallkriterium Verfahren A:
  • Der Strom übersteigt 60 mA.
  • Die Probe brennt.
  • Es bildet sich ein Loch.
Ausfallkriterium Verfahren B:
  • Die Kriechspuren erreichen die Markierung von (25 mm)
  • Die Probe brennt.
  • Es bildet sich ein Loch.
  • Der Strom übersteigt 60 mA

 

Hochspannungskriechstromfestigkeit Hochspannungskriechstromfestigkeit

 

Ergebnis der Prüfmethode: Die maximale Prüfspannung, bei der fünf Proben jeweils der Belastung 6 h widerstehen, ohne dass ein Ausfallkriterium erreicht wird.